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Sülstorfer Sander

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Radtour, Radwanderung Sülstorfer Sander-Radtour

Radtour von Schwerin, Consrade, Banzkow, Hasenhäge, Sülte, Uelitz, Achterfeld, Rastow, Kraak, Hoort, Sülstorf, Holthusen, Bahnhof, Neu Pampow, Wüstmark, Schwerin
die Radtour bträgt ca. 60 km

             

Wir starten zu dieser Radtour in Mueß und radwandern am Rande der Mueß-Consrader Höhe als Ostbegrenzung des Sülstorfer Sanders in Richtung Consrade. Vor Plate überqueren wir die Autobahn. Von der Brücke blickt man über das breite Störtal zum gegenüberliegenden Raben Steinfelder Forst. In südliche Richtung schweift der Blick über die Weite der Lewitzniederung mit den im Vordergrund liegenden Orten Plate und Peckatel.
Unsere Radtour führt uns weiter auf dem asphaltierten Radweg entlang am Rande der Lewitz bis Banzkow. Entsprechend der Ausschilderung  wir uns jetzt rechts und radwandern aus der Lewitz Niederung über eine ca. 200 m lange Steigung in Richtung Westen. Nach links schauend, können wir uns an dem Anblick der restaurierten Windmühle erfreuen, in der bis vor einigen Jahren noch Korn gemahlen wurde und die jetzt als gastronomische Einrichtung genutzt wird.
Nun beginnt der Sülstorfer Sander, eine weite Ebene, die aus Ablagerungen des Frankfurter Stadiums der Weichselvereisung entstand. Die Straße wird gesäumt von fast 100jährigen Eichen, die mit noch jungen Bäumen als Allee besonders bei sommerlicher Hitze wohltuenden Schatten spendet. In Hasenhäge überqueren wir die B 106 und blicken rückwärts schauend auf das hinter hohen Bäumen etwas versteckte Forsthaus, ein Fachwerkbau mit traditionellen Elementen aus der Bauernhausarchitektur.



Nach etwa 3 km ist der Ort Sülte erreicht. Vorbei an der Kirche mit dem zierlichen Glockenturm biegen wir an der Straßengabelung links ab in eine von Häuslereien gesäumte Straße und befinden uns danach wieder auf einer bequemen Landstraße. Zu beiden Seiten schweift der Blick weit über die Felder, die von Kieferwäldern abgelöst werden. In Uelitz, der nächsten Ortschaft, führt die Radtour über den Dorfplatz und um die stattliche Kirche in Richtung Achterfeld. Die asphaltierte Verbindungsstraße verläuft durch ausgedehnte Felder und Wiesen. Wir nähern uns dem Altenpflegeheim. Rechts ragt der bewaldete Mühlenberg aus der Ebene, der als Relikt einer Grundmoräne aus der frühen Weichseleiszeit liegen geblieben ist.
Nach 1,5 km Radtour, stoßen wir auf die aus Fahrbinde kommende Straße, biegen hier rechts ein und haben bald, die Bahnlinie Schwerin-Ludwigslust überquerend, Rastow erreicht. Dieses Dorf bietet als Zentrum der Region neben Schule, Bahnhof, medizinische Einrichtungen und Handelseinrichtungen, auch kulturelle Veranstaltungen. 
In Kraak, dem nächsten Ort, können wir einen Abstecher zum Wildgehege machen. Das angrenzende Mühlental, ein landschaftlich reizvolles Gebiet, verkörpert eine der letzten noch naturnahen Bachstrecken, die für den Tier- und Pflanzenbestand des Ökosystems Bach von Bedeutung ist. In dem aus einem Restloch entstandenen See, der am Weg liegt, können wir bei entsprechenden Temperaturen ein erfrischendes Bad nehmen. Die Tatsache, dass in diesem kleinen Dorf gleich zwei Kirchen stehen, ist eine Folge des Zuzugs katholischer Umsiedler.
Von Rastow aus kann man auch einen Abstecher in die Kraaker Tannen wagen, die durch ihren Reichtum an Blaubeeren, Pilzen und Wild aber auch wegen der wunderbaren Waldlandschaft nicht nur für Jäger und Sammler ein Begriff sind. Der zunächst betonierte, dann ab Autobahnbrücke teilweise sandige Weg führt vorbei am Gasdepot, weiter über die Kreisstraße und biegt dann links in Richtung Forsthof ab. Ab den Mühlenteichen lohnt sich eine kurze Rast und wir können uns in dem klaren Wasser spiegeln. Die Ruhe und Einsamkeit wird durch keinen Automief und Lärm gestört. Den hier beginnenden wassergebundenen Radweg verlassen wir hinter dem Parkwärterhaus und radwandern nach rechts auf einem ehemaligen, jetzt aber präparierten Panzerweg Kraak entgegen.
Beim Verlassen dieses Dorfes in Richtung Hoort breitet sich wieder die breitflächige Ebene vor uns aus, die abwechselnd von Hecken und Waldflächen unterbrochen wird. Auch hinter Hoort lassen wir die weite Landschaft, die Ruhe und Ursprünglichkeit ausstrahlt, auf uns wirken. Dabei lauschen wir dem Rauschen der Bäume und je nach Jahreszeit dem Zwitschern der Vögel.
Noch von den Eindrücken der Natur gefangen, erreichen wir Sülstorf. Auch hier findet man neben den für Mecklenburg typischen Büdnereien und Häuslereien eine malerische Dorfkirche aus dem 13. Jh., die nach einem Brand durch Restaurierung wieder ihre ursprüngliche Form erhalten hat. Am Kriegerdenkmal können wir in Richtung Sülte weiter fahren und so den Ring unserer Tour schließen. In Hasenhäge haben wir die Möglichkeit, auf der B 106, dann ab Stern Buchholz auf dem am Waldrand entlang führenden Radweg heimwärts zu radwandern. Nach etwa 10 km blicken wir dann, aus dem Wald kommend, von einer Anhöhe, dem Abschluss des Sülstorfer Sanders, auf das Stadtgebiet mit seinem Wahrzeichen, dem 117 m hohen Domturm und auf die Türmchen des Schlosses.
Wer jedoch den Weg nach Sülstorf über Holthusen nach Schwerin einschlagen will, kann an der Straßenkreuzung am Kriegerdenkmal nach links abbiegen. Auf der schmalen Asphaltstraße, von Motorfahrzeugen zu oft als Abkürzung genutzt, erreichen wir Holthusen. In Holthusen/Bahnhof biegen wir rechts ab und überqueren die Bahnlinie, um kurz dahinter in Richtung Neu Pampow zu radeln. An diese kleine Siedlung grenzt bereits das Gewerbegebiet Babenkoppel. Es ist schon beeindruckend, wie dieses ehemalige militärisch genutzte Brachland in kurzer Zeit für einen sinnvollen Zweck nutzbar gemacht wurde. Wir konzentrieren uns nun auf den immer dichter werdenden Autoverkehr, können aber einen straßenbegleitenden Radweg nutzen und gelangen so bis ins Stadtzentrum. Am Ende hat die Radtour ca. 60 km betragen.