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Radtour, Radwanderung Mühlentour
- Mühlen in Mecklenburg
Radtour von Wismar, Müggenburg, Gagzow, Krusenhagen, Alt Farpen,
Robertsdorf, Blowatz, Stove, Niendorf, Alt Bukow, Nantrow, Neu
Nantrow, Madsow, Steinhagen, Bäbelin, Pinnowhof, Neukloster, Rügkamp, Zurow, Kahlenberg, Krassow, Lewetzow,
Lübow, Dorf Mecklenburg, Karow, Wismar (ca. 70 km)
Die Radtour beginnt am Bahnhof Wismar, von dort radwandern wir auf der überregionalen Ostsee - Route stadtauswärts.
Die Radwanderung führt uns über Müggenburg in Richtung Norden. Die Asphalt- und
Betonstraße ohne Radweg geht am Abzweig Rolsdorf in ein lästiges
Kopfsteinpflaster über. Teilweise ist ein schmaler
Randstreifen oder im Ort Gagzow der Gehweg nutzbar. Im Ort biegen wir nach rechts in den Landweg und landen nach 2 km in Krusenhagen.
Dieser Weg hätte eine Reparatur nötig, ist aber im
Vergleich zur Pflasterstraße die günstigere Alternative
für Radler. In Krusenhagen führt die Radtour wieder auf
die Strasse Ortsausgang.
Nach wenigen Metern taucht rechts eine Tafel auf, die uns interessante Informationen bietet. Uns begleitet nun linksseitig eine
Kopfweidenreihe ergänzt durch drei ehrwürdige Eichen. In Alt Farpen, dem nächsten Ort, stoßen wir auf eine übergeordnete sehr gute Asphaltstraße, die uns durch Robertsdorf - am Ortsausgang links abbiegen- vorbei an gepflegten
Kopfweiden, in Blowatz an die Küstenstraße führt. Hier ist ein Radweg noch in der Bauphase, deshalb Vorsicht auf der Straße, der imposante Sakralbau von Dreveskirchen bleibt unserem
Blick jedoch nicht verborgen. Die Landschaft öffnet sich wieder und vor uns taucht in Stove die erste Mühle, eine Ständer - Holländer - Mühle mit Backsteinunterbau, auf. Vom Mühlenberg können wir weit ins Land und über das
Salzhaff nach Wustrow oder PoeI blicken. Im Dorfmuseum finden wir Gegenstände und Geräte, die auch Onkel Bräsich nicht unbekannt gewesen sein dürften.
Wir setzen die Radwanderung fort und biegen rechts in eine Kopfweidenallee, auf der wir Niendorf erreichen. Am Ortsausgang beginnt eine ebenfalls von
Kopfbäumen gesäumte Betonspurbahn, die nach 2 km in Alt Bukow endet. Nach
weiteren 2 km Radwandern erreichen wir den Bahnhof von Teschow und überqueren die B 105, landen auf Kopfsteinpflaster, können aber den seitlichen Streifen nutzen, bis wir nach kurzer Fahrt uns rechts haltend auf eine Aspaltstraße stoßen, die in einen gut befahrbaren Landweg übergeht. Vor uns taucht ein Wegweiser auf der uns zu einem Abstecher nach Nantrow auffordert. Hier treffen wir auf die zweite Mühle, ebenfalls eine Galerie - Holländer aus dem 19.
Jh. Der direkte Weg ab Teschow wäre nur auf der B 105 möglich und deshalb nicht empfehlenswert. Wir fahren wieder zum Wegweiser
zurück, weiter nach Neu Nantrow.

Foto von der Mühle in Teschow
Der Landweg endet hier an einer Aspfaltstraße, dem wir links abbiegend nach Madsow folgen. Immer wieder sind wir fasziniert von der wunderschönen Landschaft, den weiten Feldern mit eingestreuten Ortschaften und Waldinseln. Ebenso beeindruckt registrieren wir die sich majestätisch bewegenden Flügel der auf freier Flur stehenden modernen Windmühlen, die nicht Korn mahlen, sondern die unverzichtbare Elektroenergie
liefern. Wir kommen in Madsow an und biegen nach links in
eine übergeordnete von hohen Linden gesäumte Kreisstraße.
Nach etwa 3 km verlassen wir diese schattige Allee und
radwandern nach rechts in eine nicht weniger touristenfreundliche Straße nach Steinhagen ab.
Zur Radtour ab Ortsausgang müssen wir uns auf etwas
problematischere Wegeverhältnisse einstellen, denn hier endet erst einmal die Zivilisation. Uns empfängt ein Waldweg nach Bäbelin.
Nach vor dem Ort biegen wir rechts ab, überqueren mit aller Aufmerksamkeit die stark befahrene Entlastungsstraße nach Rostock, landen wieder im Märchenwald und steuern Pinnowhof an.
Auf der Radtour wartet hier die dritte, eine Galerie - Holländer - Mühle, auf unseren Besuch - vorerst nur die teilweise sehr beschwerliche Reise auf der Landstraße als Alternative. Diese saubere und geschäftige Kleinstadt hat aber noch einige andere Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie die reich ausgestattete Klosterkirche, einige
Backsteintraufenhäuser oder das Rathaus. Eine kurze Rast, verbunden mit einem kleinen Stadtbummel, lohnt
sich also.
Zur Weiterfahrt auf der Radwanderung übernimmt uns die Landstraße nach Rügkamp und weiter nach Zurow. Hier erreichen wir die B 192, verlassen sie aber gleich wieder hinter der Kirche und fahren nach Kahlenberg. Von hier aus
radwandern wir zur Weiterfahrt den etwas längeren, dafür aber angenehmeren Waldweg dem Kopfsteinpflaster über Krassow nach Lübow vor. Die Betonspurbahn erreicht, geht die Fahrt rechts in Richtung Lübow weiter. Im Ort ist Vorsicht geboten, da sich hier zwei Straßen kreuzen. Den Weg zur vierten Mühle nach Dorf Mecklenburg ist nicht zu verfehlen, wenn die
Ausschilderung beachtet wird. Wir können uns nun unbekümmert auf dem Radweg bewegen und an der weiträumigen Landschaft erfreuen. Da die Erd - Holländer - Mühle etwas außerhalb der Ortschaft liegt, bleibt uns ein Abstecher nicht erspart. Entschädigt werden wir aber wieder durch die renovierte Gaststätte, die sich hinter der Mühlenhülle den Besuchern anbietet. Um uns nicht dem
Stess des Autoverkehrs aussetzen zu müssen, kehren wir der
B 106 schleunigst wieder den Rücken und ziehen den gemütlichen Radweg vor, der in Sichtweite der Bahnlinie an Karow vorbei sich durch
die Landschaft schlängelt und im Vorort von Wismar, in
Kluß, endet. Uns empfängt die Hektik des Stadtverkehrs und am Bahnhof angelangt, haben wir
auf der Radtour nach etwa
70 km durch die eindrucksvolle mecklenburger Landschaft erholsame Stunden verbracht.
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