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Radtour
Radwanderung Megalithgräber - Schloss Plüschow
Mecklenburg
Radtour von Bad Kleinen, Hoppenrade, Naudin, Saunstorf, Tressow, Meierstorf, Naschendorf, Gräberfeld Süd, Barendorf, Gräberfeld Nord, Everstorf, Hoikendorf, Jamel, Meierstorf, Plüschow, Friedrichshagen, Klein Krankow, Groß Krankow, Bobitz, Dambeck, Drispeth, Zickhusen, Gallentin, Bad Kleinen
die Radtour ist ca. 60 km lang
Als Ausgangspunkt für diese Radtour wählen wir den Bahnhof in Bad Kleinen. Wir besteigen unser
Fahrrad und radwandern ostwärts bis zum Wegweiser, der nach links die Richtung nach Bobitz weist. Diese Landschaft führt keinen begleitenden Radweg, so
dass wir auf der je nach Tageszeit mittelmäßig frequentierten guten Asphaltstraße bei entsprechend umsichtigen Verhalten zügig voran kommen. Die mäßigen hin und wieder zu überwindenden Steigungen sind ohne Anstrengungen zu bewältigen. Erhöhte Aufmerksamkeit verlangt die Querung der stark befahrenen Bundesstraße 106. Wir können uns aber bald wieder entspannen bei einer weiten Sicht in südliche Richtung, wo eingebettet in die wellige Landschaft, der Dambecker See erkennbar ist. Wir tangieren den Ort Naudin
und erreicht die Radwanderung die B208, die Gadebusch mit Wismar verbindet. Nun ist wieder erhöhte Aufmerksamkeit angesagt, denn wir müssen uns, rechts abbiegend, etwa 500 m auf die vorbeipreschenden Autos konzentrieren, bis wir links in Richtung Saunstorf abbiegen können.
Diesen Ort erreichen wir nach 700 m und finden hier einen Wegweiser, der uns in Richtung Beidendorf weist. Dieser von Kopfweiden begleitete ist von einigen zu beachtenden Schlaglöchern abgesehen, doch recht gut befahrbar. Nach 2 km erreichen wir
auf der Radwanderung wieder eine Asphaltstraße, der wir links abbiegend in Richtung Tressow folgen. Sie führt uns auf einen nur im Bereich der zu passierenden Autobahnbrücke straßenbegleitenden Radweg weiter. Nach etwa 3 km erreichen wir Tressow.
Wenn man jedoch noch vor der Autobahnbrücke links abbiegt,
kann bei einer ungestörten Radwanderung über Köchelstorf und Petersdorf auch das Gutsdorf Tressow erreicht werden. Das Gutshaus mit Parkanlage sowie der nahegelegene Badesee sollten
Anlass zu einer kurzen Rast sein.
Auf der Weiterfahrt passieren wir Meierstorf und Naschendorf. Die rechts hinter dem Ortsausgang befindliche Kiesgrube ist die Ursache für die anrollenden überdimensionierten Transportfahrzeuge, denen mit hohem Respekt begegnet werden sollte. Wir erreichen einen Wald und biegen ca. 100 m vor der B105 rechts in einen Waldweg, der uns an die Abbaukante der bereits erwähnten Kiesgrube führt. Hier weichen wir in einen Querweg nach links aus und fahren nach 100 m wieder rechts durch ein
abwechslungsreiches Waldgebiet. Bemerkenswert sind die hier durch Hauben geschützten vielen Ameisenhügel. Ein nach links ausgewiesener Abzweig führt zum südlichen Gräberfeld. Etwa 300 m weiter finden wir den Riesenbackofen. Info-Tafeln geben Auskunft über die Besonderheiten dieser Zeugen aus der frühen Besiedlung der Region. Entsprechend der Ausschilderung führt unser Weg weiter über die B105, vorbei am Parkplatz und auf einer hügeligen Asphaltstraße in Richtung Barendorf. Hinter diesem Ort stoßen wir auf eine Straße, die uns links abbiegend, zum Gräberfeld Nord führt. Auch hier geben Tafeln über diese Megalithgräber aus dem 4.Jtsd. v. Chr. Auskunft. Wir müssen uns wieder der Gegenwart widmen und weiterradeln. Nun taucht rechts eine kleine Wanderhütte auf. Der hier vor 300 Jahren aufgestellte Sühnestein versetzt uns noch mal in die Zeiten, in denen die Menschen noch an Wunder und übernatürliche Kräfte glaubten.
Uns drängt es aber weiter und wir biegen rechts ab in Richtung Everstorf. Neben der Försterei hat sich in dieser idyllischen Landschaft ein Kunsthandwerker etabliert, der seine Pforte für Besucher stets geöffnet hat. Hier endet die feste Straße und ein Waldweg führt uns weiter, bis wir plötzlich in der Ferne die weite Wasserfläche der Ostsee erblicken. Wir biegen nun rechts in einen bergauf führenden Weg, der uns bis zu einer Schutzhütte an der Waldkante leitet. Nun beginnt ein 1992 angelegter 2 km langer Radweg bis Hoikendorf. Er führt durch einen geheimnisvoll wirkenden Wald, vorbei an weiten Feldern und wird begleitet von abgelegten Findlingen und einer angelegten Feldhecke. In dem Ort biegen wir rechts ab und erreichen, eine kurze Steigung überwindend, eine Höhe, von der sich ebenfalls ein beeindruckender Blick in die Wohlenberger Wiek bietet.
Ein Wegweiser informiert, dass bis Jamel 2,2 km Wegstrecke vor uns liegen, die durch Wald, nach einem Kilometer nach links, und Feld führt. im Ort halten wir uns rechts und erreichen nach 3 km die B105, die wir aufmerksam überqueren. Nach 500 m weist uns ein Schild darauf hin,
dass bis zu unserem nächsten Ziel, dem Schloss Plüschow, noch 6,2 km zu bewältigen sind. Der von einer dichten Feldhecke begleitete gut befahrbare Landweg endet an der Kreuzung am Ortsausgang von Meierstorf, die wir auf der Hinfahrt bereits befuhren. Weiter geht es auf der asphaltierten Ortsverbindungsstraße vorbei am Bahnhof der Strecke Bad Kleinen - Grevesmühlen nach Plüschow. Hier können wir im
Schloss, einem renovierten Backsteinbau aus dem 18. Jh. mit interessanten Details, eine der wechselnden Ausstellungen besuchen.
Nach links geht die Radtour weiter über die Autobahn, wieder auf einem vorbildlichem Radweg und auf einer guten Asphaltstraße bei geringem Verkehr über Friedrichshagen und Klein Krankow, hier links abbiegend, nach Groß Krankow. Wir folgen im Ort nicht der Linkskurve, sondern fahren geradeaus und treffen auf einen in ABM wieder geöffneten, 2,5 km langen Landweg mit einer auf halber Strecke errichteter Rasthütte und mehreren malerischen Bergahorn. Leider
lässt die Pflege dieses attraktiven Radweges einige Wünsche offen. Nun die B208 vor Bobitz überquerend, erklimmen wir den Tannenberg und genießen noch vor der Abfahrt in Richtung Dambeck den herrlichen Blick über den gleichnamigen See weit in die Landschaft.
Als historische Bauwerke bietet Dambeck, das wir nun erreicht haben, ein Pfarrgehöft mit einer Backsteinkirche aus dem 14.
Jh., ein Rasthaus an der ehemaligen Salzstraße und eine typische Büdnerei aus dem 19.
Jh. Zur Weiterfahrt halten wir uns links und erreichen nach etwa 2 km Drispeth. Den unter Naturschutz stehenden See mit seiner vielfältigen
Fauna und Flora und besonders die Gänsen zur Zugzeit, kann man von hier aus nur in einer sicheren Distanz beobachten. Am Ortsausgang von Drispeth
radwandern wir an dem noch aktiven Torfwerk vorbei. Im Interesse der Erhaltung unserer Naturressourcen wurde der Abbau sichtbar eingeschränkt. Gegenüber wurde von Naturfreunden eine kleine Streuobstwiese angelegt. Wir erreichen nun Zickhusen. Die dominierende klassizistische Dorfkirche wurde im 19.
Jh. erbaut. Nach Überquerung der B106 geht es Gallentin
entgegen. Von einer Anhöhe aus lassen wir uns von dem
weiten Blick über den Schweriner Außensee beeindrucken und
radwandern dann zufrieden und voller Eindrücke bergab unserem Ausgangsort, Bad Kleinen, entgegen.
Am Ende ist die Radtour etwa 60 km lang.
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