Radtour Lewitz -
Friedrichsmoor

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Radtour und Radwanderung Schwerin Lewitz - Friedrichsmoor

Radwandern - Radtour von Schwerin, Consrade, Plate, Banzkow, Kreuzschleuse, Friedrichsmoor, Jamel, Mirow, Banzkow, Plate, Mueß, Schwerin
Radtour Radwanderung beträgt (ca. 60 km)


 
Wir starten zur Radtour am Schullandheim in Mueß und radeln, die B 321 überquerend, am Rand der hier beginnenden Lewitz, als Mueßer Pforte bezeichnet, nach Consrade und vorbei an der mit 5 urigen Eichen umgebenen malerischen Dorfkirche weiter nach Plate. In dem mit viel Engagement und Eigeninitiative renovierten Spritzenhaus kann eine Sammlung von Feuerlöschgeräten aus vergangenen Zeiten besichtigt werden. Nach dem Radwandern auf einem schattigen Radweg erreichen wir das nächste Lewitzdorf, Banzkow. Am Ortseingang ragt rechts auf einer Anhöhe eine Holländerwindmühle, die zu einer originellen Gaststätte und Pension ausgebaut wurde, mit ihren Flügeln über die Dächer. Unsere Route führt uns jedoch nach links in das Dorfzentrum mit der imposanten neugotischen Kirche. Die Gestaltung dieses gesamten Ensembles zeugt vom Selbstbewusstsein und dem Bestreben der Dorfbewohner, das Image der gepflegten Lewitzdörfer eindrucksvoll zu dokumentieren.
Hier biegen wir rechts in einen Seitenweg, der uns entlang dem Mühlengraben an die Stör führt. An diesem bereits im 17. Jh. zum Kanal ausgebauten südlichen Abfluss, der den Schweriner See mit der Elde verbindet und somit einen durchgehenden Wasserweg zur Nordsee bildet, radeln wir vorbei an ausgedehnten Wiesenflächen und durch eine feuchte Waldlandschaft etwa 5 km bis zur Kreuzschleuse. Auf diesem Abschnitt passieren wir am Beginn des Waldes einen Düker. Da der Wasserlauf der Stör durch die Begradigung zum Teil über dem Niveau des durchflossenen Gebiets liegt, wird das abzuleitende Oberflächenwasser unter dem Kanal hindurch, also durch den Düker, zum Banzkower Kanal und dann weiter in die Sude und Elbe geführt.



An der Kreuzschleuse biegen wir rechts in eine vom Breiten Graben begleitete und von mächtigen über 100 Jahre alten Eichen geprägte 2,5 km lange Allee und erreichen den in der Mitte der über 10.000 ha umfassenden Lewitz liegenden Ort Friedrichsmoor. Von hier aus können wir unseren Ausflug in die Lewitz noch erweitern und vorbei an den Fischteichen zur Dütschower und Spornitzer Brücke radeln. Von diesen erhöhten Punkten kann man sich nachhaltig von der Weite und der Vielfältigkeit dieser charakteristischen Landschaft beeindrucken lassen. Dieser Abstecher ist besonders reizvoll im Frühjahr oder Herbst, wenn die unzähligen Vogelschwärme über die Lewitz ziehen oder sich auf ihren Rastplätzen aufhalten. Dann ist die Luft erfüllt von den Rufen, die weit über das Land ertönen.
Wir kehren nach Friedrichsmoor zurück. Das vom Großherzog Friedrich Franz 1791 errichtete Jagdschloss deutet auf den artenreichen und hohen Wildbestand hin. Dieser sich harmonisch in die Landschaft einfügende Fachwerkbau steht leider seit einigen Jahren ungenutzt und ist somit dem Zahn der Zeit ungehindert ausgesetzt. Nachdem uns dieser Tatbestand doch sehr bedenklich gestimmt hat, haben wir trotzdem die lauschige Ruhe des vom Wald umgebenden Ortes genossen und setzen unsere Radwanderung fort.
An der Straßenkreuzung am Ortsausgang von Friedrichsmoor biegt die Radtour rechts ab, und auf der von Kastanien und Eichen eingefassten asphaltierten Landstraße geht die Radwanderung von Goldenstädt und weiter am Rande der Lewitz über Mirow nach Banzkow, wo wir den Treidelpfad auf dem rechten Ufer der Stör ansteuern.
Wer einen teilweise holprigen Pfad nicht scheut, dafür aber abseits der Ortsverbindungsstraße durch den Wald am Rande des Naturschutzgebietes radwandern will, kann den bereits kurz vor Friedrichsmoor abbiegenden Goldstädter Damm wählen. Nach etwa einem Kilometer verlassen wir diesen und biegen nach rechts, dem Wegweiser folgend, auf den Frankenhorster Damm ab. Dem vor uns erscheinenden Schlagbaum weichen wir respektvoll auf den linken Abzweig aus.
Nun können wir beim Radwandern die Ruhe des Waldes genießen, in die sich die Stimmen der gefiederten Sänger und das gleichmäßige Rauschen der vom Wind bewegten Baumwipfel wohltuend einfügen. Die Überraschung liegt oft auf beiden Seiten, wenn plötzlich hinter einer Wegbiegung ein verdutzt aufblickendes Reh unseren Weg kreuzt. Bald haben wir den Jameldamm erreicht. Eine mächtige Eiche ist das besondere Merkmal an dieser Weggabelung. Hier halten wir uns links und erreichen das von Wald und weiten Grünlandflächen umgebene Dorf Jamel. An der Gaststätte "Lewitzborn" verlassen wir die Dorfstraße und radeln auf dem Schwazen Damm, einem als Lehrpfad gestalteten ehemaligen Panzerweg, bis wir die Ortsverbindungsstraße nach Mirow, die dann weiter nach Banzkow führt, erreicht haben. Hier steuern wir den zum bequemen Radweg ausgebauten Treidelpfad an. Von diesem Uferweg aus wurden in früheren Zeiten die Lastkähne getreidelt, also gezogen. In Plate kann der Wasserlauf von einer erneuerten Hubbrücke überquert werden. Unser Weg aber bleibt auf der rechten Uferseite und endet an der ehemaligen Gaststätten "Zur Fähre" in Mueß. Auf der Alten Crivitzer Landstraße erreichen wir wieder das Schullandheim. Hier ist unsere Radtour dann zu Ende.