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Radwandertour,
Radwanderung von Dümmer bis zum Grambower Moor im Land
Mecklenburg
die Radtour beträgt etwa 40 km
Wir beginnen die Radtour durch Mecklenburg an der Kongresshalle, Radwandern durch Neumühle, dann bergab durch die Schweinekurve und rechts bergauf nach Wittenförden. In dieser von den Slawen gegründeten Siedlung finden wir noch einige alte Bauernhäuser und Büdnereien.
Nachdem wir das Dorf verlassen haben, führt die
Radwanderung durch einen Wald, die Söring, in Richtung Grambow. Dieser Ort wird im Gegensatz zu Wittenförden von einem Gutshof geprägt. Wir finden hier neben Tagelöhnerkaten und Wirtschaftsgebäuden eine weitläufige Parkanlage mit stattlichen einheimischen Gehölzen. Das im Park eingebettete neubarocke
Schloss wurde 1903 errichtet und kann als ein architektonisch bedeutender Zeuge dieser Epoche bezeichnet werden.
Wenn wir den Ortsausgang von Grambow erreicht haben, bietet sich von diesem erhöhten Punkt ein weiter Blick über die abwechslungsreiche Landschaft, und im Süden verbirgt sich unter den Baumwipfeln das Grabower Moor. Dieses etwa 620 ha umfassende Gebiet steht unter Naturschutz. Damit wird den hier noch zu findenden seltenen Pflanzen und von der Zivilisation verdrängten Tieren ein Lebensraum erhalten. Dank der Beharrlichkeit engagierter Bürger wurde erreicht,
dass der ursprünglich beabsichtigte uneingeschränkte Torfabbau auf ein Minimum, nur für medizinische Zwecke, reduziert wurde. Eine Expedition in das Moor empfiehlt sich für Interessenten nur unter einer sachkundigen Führung, die von Strahlendorf aus gestartet wird. Die Fahrt geht weiter über Wodendorf
und Dümmer Stück Hof zum Ostufer des Dümmer Sees. Dieses
Gewässer ist mit der angrenzenden Uferzone zum
Landschaftsschutzgebiet erhoben. Hier finden Urlauber und
Touristen viele Erholungsziele mit Wander- und
Bademöglichkeiten. Als eine die Radtour bereichernde Attraktion bietet sich der mit viel Liebe und Sachkenntnis gestaltete Vogelpark an.
Durch die Ortslage von Dümmer, rechts stets das Seeufer im Blick, gelangen wir an das Südufer des Sees. Der hier angelegte Campingplatz hat auch für unangemeldete Radwanderer mit Zelt immer einen Platz frei. Wenn die Zeit nicht zu knapp bemessen ist,
lässt sich die Route der Radtour durch einen Ausflug nach Perlin noch erweitern. Von da aus erreicht man über den Perliner Zeltplatz wieder Dümmer und hat somit, wenn auch nicht in unmittelbarer Ufernähe, den Dümmer See über etwa 11 km umrundet.
Unsere Radtour führt vom Südende des Sees über Dümmer Hütte und Walsmühlen nach Stralendorf. Sehenswert ist hier die im 15. Jhd. aus Feldsteinen gebaute Kirche sowie das Mausoleum der Grafenfamilie von Schack. Am nördlichen Ortsrand von Strahlendorf finden wir den Steinwall eines 125 m langen Hünengrabes, das vor etwa 4.500 Jahren von den Steinzeitmenschen angelegt wurde.
Von der Höhe eines flachen Moränenzuges, über den die Straße von Stralendorf nach Groß Rogahn führt, bietet sich eine wunderschöne Aussicht. Das Grambower Moor in seiner gesamten Ausdehnung liegt vor uns, und wir können die heimlichen Plätze der Kraniche, der Greif- und der vielen Wasservögel, die dort auch ihre Gelege versteckt haben, nur ahnen. Wir wollen ihnen die Abgeschiedenheit gönnen und sie nicht durch unsere Neugier vergrämen oder gar vertreiben.
In Groß Rogahn steht, nicht weit ab von der Dorfstraße, rechts auf einem Wiesengrundstück ein noch erhaltenes Rauchhaus. Es wäre wünschenswert, wenn man dieses 200 Jahre alte niederdeutsche Hallenhaus renovieren würde, um es der Nachwelt in seiner ursprünglichen Bauweise zu erhalten.
In Richtung Klein Rogahn fahrend, blicken wir rechts über die weiten Wiesenflächen des meliorierten Siebendörfer- Moores. Im Ort wurde dem niederdeutschen Dichter Felix Stillfried ein Gedenkstein gesetzt. Die
Radtour führt nun vorbei am Fasanenhof zum ehemaligen Flugplatz, auf dem nach 1945 Gebäudekomplexe für die Lagerung und den Umschlag von Handelsgütern errichtet wurden und heute unter der Bezeichnung "Gewerbegebiet von Görries" bekannt ist.
In Richtung Stadtzentrum unterqueren wir vor dem Dwang die Bahnlinie, und auf einem bequemen Radweg endet die
Radtour am Slüter Ufer. Die Radwanderung durch das schöne
Mecklenburg beträgt etwa 40
km.
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