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Heiligen-Geist-Kirche im Stadtzentrum von
Wismar
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Das ehemalige Hospital wurde 1250
gegründet und gehört zu den am
vollständigsten erhalten Hospitäler in
Norddeutschland. In den folgenden Jahren
wurde es auch als Armen- und Krankenhaus
genutzt. Im Jahre 1255, als der Kirchhof
errichtet wurde und man begann
Gottesdienste zu halten, begann der Bau
der frühgotischen Kirche.
Das Hospital,
das unter päpstlicher Obhut stand, begann
nun mit dem Bau der jetzigen Kirche und
wurde von dem Bischof Marquard im Jahre
1326 eingeweiht.
Die zweijochige Kapelle, die von einem
Wismarer Bürger gestiftet wurde, wurde
erst später an die Kirche angebaut.
1411 wurde das
Lange Haus, auch Siechenhaus genannt, an
der Nordwand des Gebäudes erbaut. In der
Reformationszeit war der Durchgang zum
Kirchenraum vollständig geöffnet, damit
die Kranken beim Gottesdienst mitmachen
konnten.
Der
Kirchenraum hatte viele verschiedene
Nutzen, z. B. wurde er im Mittelalter als
Klinik und Unterkunft für Pilger und
Obdachlose genutzt. Um diese Personen
versorgen zu können, errichtete man einen
Gewölbekeller um die Lebensmittel, die aus
den landwirtschaftlichen Erträgen der
Ländereichen des Hospitals stammen, dort
aufzubewahren.
Ende des 16.
Jahrhunderts wurde die Kirche
ausschließlich für kirchliche Zwecke
genutzt, deswegen begann man nun den
Innenraum, durch aufstellen einer Kanzel
und Gestühls, umzugestalten.
Da die Kirche
in der barocken Zeit instand gesetzt
wurde, stammen die Giebel, die Uhrengaube
und die Strebenpfeiler noch aus dieser
Zeit. Die Kirche besaß im Innern eine
Rund- und Spitztonnenwölbung, die
allerdings nur bis ins Jahr 1699 bestand
hielt, da es eine Pulverturmexplosion gab.
Durch diese Explosion wurde die Kirche
stark beschädigt, so dass das
Kircheninnere eine Holzbretterdecke bekam,
die aus 26 Medaillonfeldern besteht. Auf
ihr wird das erste Buch der Bibel grafisch
dargestellt.
Der Innenraum
der Wismarer Heilig Geist Kirche lässt
sich in verschiedene Bereiche unterteilen.
Im Altarraum
findet man einen, aus dem 19. Jahrhundert
stammenden, Beichtstuhl. Zudem gibt es
einen barock gestaltenden Hauptaltar, der
bis ins 17. Jh. noch gotisch gestaltet
war. Die Kanzel, die aus der Renaissance
stammt, ist eine der qualitativ besten in
ganz Mecklenburg. Sie ist mit vielen
prächtigen Bildern verziert, darunter sind
beispielsweise Moses und die vier
Evangelisten zu finden.
In der
Nordkapelle der Heiliggeist Kirche von
Wismar finden in den Wintermonaten viele
Gottesdienste statt. Außerdem kann man
dort ein spätgotischen Altarschrein sowie
ein barockes Kreuz finden.
In der
Doppelkapelle gibt es ein gotisches
Fensterbild, die Vitrailmalerei stammt aus
dem Jahre um 1400. Es wird das Leben Jesu
und der Heiligen dargestellt.
Die Orgel der
Heilig Geist Kirche, die bei besonderen
Anlässen und Gottesdiensten gespielt wird,
stammt aus dem Jahre 1964 und wurde von
einer thüringischen Orgelbaufirma
errichtet. |